Statistisches Bundesamt: Fleisch braucht Fläche – vor allem im Ausland

27 Aug

Weltweit steigt der Fleisch­konsum. Für die neue Mittel­schicht in den aufstrebenden Schwellen­ländern ist Fleisch ein Symbol des Wohl­stands.

Davon profitiert auch die exportorientierte Land­wirtschaft in Deutsch­land: Zwischen 2000 und 2010 hat sie ihre Fleisch­exporte mehr als ver­dreifacht. Für die steigende Pro­duktion werden jedoch mehr Futter­mittel für Rinder, Schweine und Mast­hähnchen benötigt. Gleich­zeitig wird im In­land die land­wirt­schaftliche Nutz­fläche für Ernährungs­zwecke immer knapper: Mittler­weile belegt der Anbau von Energie­pflanzen fast 10 % dieser Fläche in Deutsch­land – mit steigender Ten­denz.

Wenn die eigenen Flächen zum Anbau von Futter­mitteln nicht mehr ausreichen, wird auf Flächen im Aus­land zurück­gegriffen. Dort ist die Flächen­nutzung für Im­porte von Getreide oder Soja nach Deutsch­land in dieser Dekade allein um 43 % ge­stiegen. Ge­wonnen werden die zusätzlichen An­bau­flächen oft durch Um­wandlung von Savannen in Acker­land; alte Weide­gebiete werden in ent­holzte Bereiche der Regen­wälder ver­lagert.

Der Fach­bericht „Flächenbelegung von Ernährungsgütern, 2010“ untersucht, welche Flächen­nutzung unser Verbrauch an Ernährungs­gütern im Ausland verursacht.

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